Der Anbau von Mangold

Mangold gehört zur Familie der Gänsefussgewächse, zu der auch Rote Bete, Spinat, Gartenmelde und Guter Heinrich gehören. Er ist ein unkompliziertes Gemüse, welches sehr ertragreich ist. Man unterscheidet zwischen Stielmangold und Blattmangold.

Stielmangold in Mischkultur

Stielmangold hat sehr breite Rippen, die köstlich verarbeitet werden können. 🙂 Die Stiele von Blattmangold sind viel schmaler und hier wird hauptsächlich die Blattmasse zubereitet. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Stiele von Blattmangold nicht auch essbar sind. Die unterschiedliche Nutzung bezieht sich lediglich auf die Haupterntemenge. Blattmangold ist etwas kältetoleranter als Stielmangold.

Stielmangold

Du kannst Mangold entweder vorziehen oder direkt säen, beides ist möglich. Bei einer Direktsaat ist der richtige Zeitpunkt von Mitte April bis Mitte Juli. Wer ihn früher säen möchte, muss ein Vlies benutzen oder aber den Mangold ins Gewächshaus säen. Wenn er zu früh gesät wird und die Temperaturen noch einmal zu stark fallen, dann neigt er wie viele andere Gemüse zum vorzeitigen Schossen. Das bedeutet, er wird wahrscheinlich schon im ersten Jahr blühen.

Knäuelsamen

Das Saatkorn von Mangold (und auch der verwandten Rote Bete) hat eine Besonderheit. Es ist nur äußerlich ein einzelnes Korn, innerlich können aus dem sogenannten Knäuelsamen mehrere Jungpflanzen wachsen. In Gärtnerein werden manchmal vorgezogene Mangoldpflanzen angeboten, aus denen mehrere Jungpflanzen in Töpfen oder Erdwürfeln wachsen. Wenn sie noch nicht zu groß sind, würde ich diese auf die unten beschriebenen Abstände vereinzeln. Dann hat die Einzelpflanze genügend Platz. Auch bei der Aussaat von Rote Bete wird das die besten Ergebnisse bringen.

Der Anbau von Mangold (Stielmangold)
Stielmangold entwickelt sich zu einer großen Pflanze, wenn er genug Platz hat.

Stielmangold entwickelt sich zu einer prächtigen Pflanze, die gerne 30-40 cm Abstand zur nächsten Pflanze hat. Wenn Du ihn gesät hast, dann ist es besser, auf diese recht weiten Abstände zu vereinzeln, dann bekommst Du auch wirklich schöne Einzelexemplare. Bei diesen weiten Abständen bildet er eine kräftige, üppige Rosette aus, die mehrmals beerntet werden kann. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Mangold ein wirklich ertragreiches Blattgemüse ist, das sehr pflegeleicht im Vergleich zu anderen Sorten ist. Die ersten Blätter können schon 8-10 Wochen nach der Pflanzung geschnitten werden.

Blattmangold

Blattmangold kann etwas engeren Abstand haben und darf auch früher gesät werden, etwa Anfang April ist der früheste Zeitpunkt im Freiland. Wer vorgezogene Jungpflanzen setzt, der hat eine schöne, gleichmäßige Reihe mit Mangold im optimalen Abstand von 20-30 cm.

Es gibt weißstielige Sorten und bunte Sorten, von gelb über rosa bis hin zu dunkelweinrot. Alle miteinander sehen wunderschön aus, allerdings sind die bunten Sorten nicht so kälteverträglich im Winter. Weiße Sorten können auch überwintert werden und geben im nächsten Frühling noch einmal ein kleine Ernte, bevor sie dann als zweijähriges Gemüse in die Blütenbildung gehen. Die gelben Sorten sind am empfindlichsten, danach die roten Vertreter dieses köstlichen Gemüses.

Roter Blattmangold
Dieser rote Blattmangold zeigt deutlich die Verwandtschaft zur Roten Bete

Es ist vorteilhaft, Mangold gleichmäßig zu mulchen, weil eine beständige Bodenfeuchtigkeit zartere Blätter ergibt. Nach dem Schnitt braucht er eine regelmäßige Wassergabe, um das Wachstum anzuregen.  Als Mittelzehrer braucht er auch noch etwas zusätzliche Nahrung. Bewährt hat sich z.B. auch eine Gabe von Brennnessel-und Beinwell Smoothie. Im folgenden Video bekommst du eine Kurzinfo darüber.

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Manchmal treten am Mangold Blattläuse auf, besonders wenn er zu dicht steht. Wenn das passiert ist, kannst Du ihn über noch besseres Wurzelwachstum stärken. Dies bewirkst Du, indem Du ihn dann mehrmals hackst und wieder abmulchst. Die äußeren Blätter werden vorher entfernt. Der Aufwand lohnt sich, da Mangold bis zum Herbst laufend Blätter nachschiebt und einen großen Ertrag macht.

Bunter Mangold
Bunter Mangold mit Tagetes und einjährigem Rittersporn ist eine Zierde des Gemüsebeetes

Der Anbau von Mangold auf dem Balkon

Auch auf dem Balkon lässt er sich sehr gut anbauen, geeignet sind große Töpfe mit mindestens 10 Liter Volumen pro Pflanze. Auch hier sind regelmäßige Gaben von flüssigem sEM Garten sehr vorteilhaft für die Ausbildung von kräftigen Wurzeln. Wenn der Erde reifer Kompost oder Wurmkompost beigemischt wird, dann wäre dies eine gute Nährstoffversorgung. Außerdem kannst Du auch alternativ Bokashi+400 Pellets am Anfang der Saison streuen, das gibt einen ausgezeichneten Start.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass Du mit Mangold ein wunderbares, leicht zu kultivierendes Gemüse anbauen kannst,  welches Dir regelmäßig und mit wenig Aufwand immer wieder gute Erträge bringt. Probiere es einmal aus!

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Von Herzen

Astrid

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