Unser Erntedank Geschenk an Mutter Erde

Was kannst Du jetzt im Herbst tun, um Deinem Gartenboden wieder neue Kräfte zuzuführen? In diesem Artikel gebe ich Dir einige Anregungen, um den Kreislauf von Geben und Nehmen in Schwung zu halten.

So gibst Du Mutter Erde Gutes zurück!

Innerhalb der Gartensaison haben wir (hoffentlich!) reichliche Schätze aus unserem Gartenboden erhalten und jetzt im September wird es Zeit, uns um die Rückversorgung für Mutter Erde zu kümmern. Das ganze Jahr hat sie aus ihren Schoß Leben hervorgebracht und es wachsen und gedeihen lassen. Wir durften Teilhaben an ihren wunderbaren, köstlichen Geschenken, sei es in üppiger Gemüse-und Obstpracht oder auch in farbenfrohen Blumen, die auch andere Lebewesen als nur uns Menschen ernährten.

Der Herbst mit seinem Spektakel des Laubabwurfes gibt uns den Zeitpunkt in natürlicher Weise vor, wann und wie der Boden zu neuen Kräften kommt. Niemals würde Erdboden ohne menschliche Eingriffe lange unbedeckt bleiben, sondern sein Bewuchs neigt sich im Herbst dankend Mutter Erde zu, ihr den Körper als Rückgeschenk anbietend. Gräser, Kräuter und Blumen werden vom Wind und Schnee zu Boden gedrückt, Blätter fallen von den Bäumen.


Alles, was Mutter Erde hat wachsen lassen und was aus ihrem Schoß entstanden ist, geht wieder zurück zu ihr. Dort wird es in liebevoller Kleinstarbeit wieder in seine Ausgangs Bestandteile zerlegt, um dann mit frischer, neuer Kraft eine erneute Runde im großen Rad des Naturkreislaufes zu drehen. Diesmal sicherlich in ganz neuer Zusammensetzung, in neuer, erfrischender Kombination. Bestandteile z.B. von Blumen werden in neuen Bauplänen zu Kohlblättern verbaut, ehemalige Salatköpfe finden sich in Sonnenblumen wieder. Das unerschöpfliche, bereichernde Spiel des Lebens wirbelt alles frisch und unverbraucht in neuer Form durcheinander und lässt aus Chaos Ordnung entstehen!

Was können wir Gärtner tun, um uns in diese Magie einzufügen?

Im September werden alle Beete, die abgeerntet sind, sorgsam mit organischem Material versorgt, damit Mutter Erde ihr Spiel weiter spielen kann. Wie soll sie sonst in der nächsten Saison den Tisch für alle decken, wenn wir jedes Krümelchen entfernt haben? In vielen, aufgeräumten Gärten liegt der Boden nackt und schutzlos vor uns. Geopfert einem Ordnungswahn, der den tatsächlichen Ordnungssinn in der Natur noch nicht verstanden hat.

Vor jeder Kompostgabe wird der Boden mit Effektiven Mikroorganismen (sEM-Garten) gegossen, damit die unterirdische Arbeitstruppe frisch verstärkt loslegen kann. Das ideale Mischungsverhältnis ist 200 ml auf 10 L Wasser. Du findest sEM-Garten in meinem Shop. 

sEM-Garten

Kompost als neue Bestandteile

Wenn Du in der glücklichen Lage bist, schon über eigenen Kompost zu verfügen, dann ist dieses organische Material perfekt geeignet, um neue Bausteine in den Kreislauf zu bringen. Neue Bausteine, die ja aus alten Bausteine umgewandelt wurden. Ich entferne auf den abgeräumten Beeten die Beikräuter und gebe diese auf meinen Stapelkompost mit Effektiven Mikroorganismen.

Dieser Stapelkompost wird erst in der nächsten Saison die neue Grundlage für Fruchtbarkeit in meinen Beeten sein. Jetzt bediene ich mich aus dem Stapelkompost vom letzten Jahr oder vom Frühling, der halbverrottet ist. Das erkennt man gut daran, dass die Struktur des Kompostmaterials noch nicht komplett vererdet ist und z.B. die Stängel noch gut zu erkennen sind. Dieser nur halb verrottete Kompost ist besonders reich an Leben und daher ein perfektes Futter für die Bodenlebewesen in Deinen Beeten. Er wird auf keinen Fall eingegraben, sondern nur ganz leicht in die oberste Schicht (ca. 3-5 cm) eingeharkt. Durch diesen Erdkontakt in der sauerstoffreichen Schicht ist er ein besonders schnell verfügbares Bodenkraftpaket. Durchschnittlich 3 Liter Kompost auf einen Quadratmeter Boden ist ein grober Anhaltspunkt für die Menge, die ausgebracht werden sollte.

Wenn Du allerdings aus gesundheitlichen Gründen oder aus Bequemlichkeit den halbreifen Kompost einfach nur auf dem Beet verteilst, wird Dir Mutter Erde dies nicht krumm nehmen und auch Dein Rücken bleibt gerade. 😉  Es dauert dann einfach nur ein bisschen länger, bis alle Struktur im Material zerlegt wird. Die Regenwürmer haben so die Möglichkeit, in ihrem eigenen Tempo das Futter auszuwählen. was auch nicht das schlechteste ist. 🙂

Eine Bedeckung muss noch her

Diese Kompostbeete werden idealerweise nach der Kompostgabe mit einer Mulchschicht bedeckt. Die Mulchschicht kann aus Grasschnitt, Herbstlaub (keine Eiche oder Walnuss!), Staudenhäcksel oder auch Heu bestehen. Die schlechteste Bedeckung ist gar keine!!!

Die Bedeckung wird nach dem Ausbringen auch noch einmal mit sEM-Garten gegossen. Achtung: Nie bei direktem Sonnenlicht mit sEM gießen, Bodenbakterien vertragen kein UV-Licht. Du kannst bei bedecktem Himmel gießen oder in der Abenddämmerung. Der Einsatz der Mikroorganismen verhindert die Fäulnisbildung in der Mulchschicht und verbessert die Umwesung des Materials erheblich. Jetzt hast Du Deinen optimalen Beitrag getan und kannst Dich dem beglückenden Gedanken hingeben, dass nun eine millionenfache, fleißige Mannschaft ganz wild darauf ist, sich dieses Material einzuverleiben. Du kannst derweil genüsslich auf der Couch sitzen und ein gutes Buch lesen oder ein erfüllendes Gespräch mit lieben Menschen führen.  🙂

Wenn kein Kompost vorhanden ist

Solltest Du momentan noch nicht über Kompost verfügen, dann versorge die Beete nach dem Abräumen mit Bokashi-Pellets. Sie werden auf den Boden gestreut und nicht eingearbeitet, sondern nur mit sEM-Garten gegossen. (200 ml auf 10 Liter Wasser) Auch dieses organische Material wird von den Bodenlebewesen begeistert angenommen und im Laufe des Herbst und Winters in den Boden eingebaut. Auch hier wird anschließend noch eine Mulchschicht ausgebracht. Angießen mit sEM-Garten nicht vergessen!

Bokashi Pellets

So gibst Du Mutter Erde einen Ausgleich und das dringend benötigte Futter und stellst die Weichen für eine üppige, neue Saison im nächsten Frühjahr.

Falls Du Dir dies alles einmal persönlich bei mir im Garten anschauen magst, dann ist es in diesem Jahr immer noch nicht zu spät dafür. Momentan steht alles noch in üppiger Pracht und in den nächsten Wochen kommt noch der große Auftritt der Herbstastern dazu. Schau doch mal hier, ob ein Besuch etwas für Dich wäre! Lies auch am Ende der Seite, was andere Besucher dazu schreiben, die schon vor Dir da gewesen sind.

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Von Herzen 🙂

Astrid

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