Die gesunde Wirkung von Knoblauch

Wohlschmeckend und gesund – eine tolle Kombination. Das Zwiebelgewächs Knoblauch meistert mühelos beide Disziplinen. Die Heilpflanze beugt dabei unter anderem Herz-Kreislauf-Beschwerden vor und stärkt das Immunsystem.

Die gesunde Wirkung von Knoblauch

Knoblauch – (Allivum sativum ) ist ein Zwiebelgewächs, das eine Höhe von 0,7 m erreicht. Aus der Knoblauchzehe wächst im Frühling der erste Trieb, die Blätter befinden sich direkt am Stängel, sie laufen spitz zu. Knoblauch blüht in den Sommermonaten, die Blüten sind weißlich mit leichtem Rotstich und in Dolden angeordnet. Die Brutzwiebeln entstehen an der Blüte, aber auch über die Zwiebel im Boden vermehrt sich der Knoblauch. Die Stängel werden zur Blütezeit welk, aus der Zehe bildet sich dann eine Knolle, die ihrerseits Zehen besitzt.

Inhaltstoffe:

Allicin

Fruktane

Flavonoide

Hauptanwendungen: Arteriosklerose

Die Hauptwirkungsweise in der Medizin: gefäßreinigend, antibakteriell, desinfizierend, krampflösend, sekretionssteigernd

Anwendungsbereiche: Bluthochdruck, Immunsystemstärkend, Resistenzsteigerung, Infektionen, Lungenschwäche, Asthma, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Magen- und Darminfektionen,  Verstopfung, Durchfall, Parasiten, Herzschwäche, Vorbeugung gegen Krebs (unter anderem), Wechseljahrsbeschwerden, Warzen

Wissenschaftlicher Name : Allium Sativum

Pflanzenfamilie: Zwiebelgewächse Alliaceae

Englischer Name: Garlic

Volkstümliche Namen: Knofel, Knöblich, Knuflauk.

Verwendete Pflanzenteile: Knollen

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Allicin

Sammelzeit:

September bis Oktober

Hier noch ein Link zu einem ausführlichem Artikel über den

Anbau von Knoblauch

Anwendung: In erster Linie kann man die Knoblauchzehen essen, am besten roh im Salat. Der typische Knoblauchsgeruch lässt sich nicht gänzlich vermeiden, aber wenn alle Menschen, mit denen man zu tun hat Knoblauch essen, dann stört der Geruch nicht.

Regelmäßig verwendet wirkt Knoblauch gegen Arteriosklerose, das heißt er verringert Ablagerungen in den Blutgefäßen und verhindert, dass sich neue bilden. Dadurch wirkt Knoblauch gegen Bluthochdruck und kann Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Außerdem wird die Verdauung gestärkt und das Immunsystem gefördert.

Tinktur:

  • Den Knoblauch in kleine Stücke schneiden und in Alkohol ansetzen
  • 10 Tage ziehe lassen und regelmäßig schütteln
  • Dann abseihen und einige Tropfen Angelikawurzelöl hinzugeben (dies schwächt den Geruch ab)
  • Tägliche Dosis: 20 Tropfen

Knoblauch ist auch in Form von Nahrungsergänzung erhältlich, sodass man ihn auch ohne Geruchsrisiko einnehmen kann.

Anwendung in der Küche

Aufbewahrt wird Knoblauch, ob die Einzelzwiebel oder der Zopf, an einem trockenen, kühlen Ort, also eher nicht in der Küche. Auf keinen Fall sollte er in irgendeinem Plastikbehältnis verwahrt werden, da er darin fast sofort zu faulen beginnt. Das Einfrieren der frischen Knoblauchs lohnt die Mühe nicht, am richtigen Ort hält er sich genauso lange frisch wie im Gefrierschrank. Mit Knoblauch gekochte Gerichte verlieren im Gefrierschrank sogar fast vollständig  ihr Aroma.

gepresster Knoblauch
Knoblauch in der Knoblauchpresse

Will man Knoblauch verwenden, fasst man zuerst mit dem Daumennagel hinter eine Zehe und bricht sie heraus; die übrigen Zehen lösen sich danach von selbst. Die Zehe muss nicht unbedingt geschält werden. Wenn der Saft nur einer Zehe in einer Knoblauchpresse ausgedrückt werden soll, ist es besser die ungeschälte Zehe einzulegen, sonst verstopfen die Löcher der Presse. Ungeschält kann die Zehe auch verwendet werden, wenn Knoblauch in Butter oder Öl dünstet oder in Wasser weichkocht. Die Haut löst sich dabei von selbst und kann entnommen werden.

Wunderbare und vielseitige Rezepte können Sie auf der Seite: www.huettenhilfe.de finden.

Biochemie von Knoblauch

Biochemisch gesehen enthält Knoblauch sehr viele Schwefelverbindungen, langkettige Fruchtzuckerverbindungen, die sich sehr positiv auf die Gesundheit auswirken.

Die langkettigen Fruchtzuckerverbindugen (Inulin) sind wichtige Stoffe für die Darmgesundheit. Es ist ein wertvoller Ballaststoff, der die Aufnahme vom Ca und Mg erhöhen kann, und dafür sorgt, dass der Körper diese Mineralstoffe auch besser speichern kann. Damit trägt Inulin entscheidend zu einem gesunden Knochenapparat bei. Insbesondere bei der Vorbeugung gegen Osteoporose spielen diese Mineralstoffe eine wichtige Rolle. Da vor allem Frauen nach der Menopause von Osteoporose betroffen sind, erforschten Wissenschaftler nun, inwieweit diese von einer Nahrungsergänzung mit Inulin, bzw. generell mit Ballaststoffen profitieren können.

Inulin, der präbiotische Ballaststoff

Inulin ist ein Präbiotischer Ballaststoff, der speziell heutzutage nicht mehr so oft auf dem Speiseplan steht (Chicoree, Topinambur, Zwiebeln). Inulin beeinflusst insbesondere die Darmflora positiv und führt dazu, dass sich die guten Darmbakterien (Laktobakterien und Bifidobakterien) ansiedeln, während sich die unerwünschten Bakterien auf der Basis vom Verdrängungswettbewerb reduzieren.

Aus Studien ist bekannt, dass Inulin das Dickdarmrisiko minimieren kann. Die Präbiotika sind eigentlich spezielle Ballaststoffe, die als Hauptnahrungsquelle für die guten Bakterien (Probiotika) sind.

Allerdings kann die Darmflora nicht alle Ballaststoffe gleichermaßen gut nutzen. Besonders beliebt ist bei Darmbakterien das Inulin.

Inulin stärkt die Mineralstoffaufnahme, stärkt die Knochen. Allerdings kann sie diese wunderbare, unterstützende Funktion nur dann erfüllen, wenn dem Körper genügend Mineralien zur Verfügung stehen.

Weitere positive Eigenschaften: regt die Durchblutung an, starke antimikrobielle , antimykotische Wirkung ( Candida Bekämpfung) , Blähung treibend, Blutfettsenker.

Unverträglichkeiten von Knoblauch

Immer mehr Menschen aber leiden an den unterschiedlichsten Unverträglichkeiten , unter anderem auch an Knoblauch.

Übliche Symptome für Unverträglichkeiten: Herzklopfen, Blähungen.

Bei Schilddrüsenüberfunktion verstärken sich diese Symptome: Tinitus, Durchfall, und oft kommt er unverdaut mit dem Stuhl wieder heraus. Die Menschen, die Zwiebel und Knoblauch nicht vertragen, haben wahrscheinlich eine Histaminunverträglichleit genetischen Ursprungs (HNMT).  Letzenendes ist es eine Schwefelunverträglichkeit, wenn Knoblauch nicht vertragen wird.

Häufige Symptome sind: Winde mit Geruch nach Verzehr von Knoblauch, Kohl, Mineralwasser mit Sulfur, Schnittlauch, Erbsen, Ei.

Schwefelunverträglichkeit bei Knoblauch

Wenn man die unangenehme Wirkung senken möchte, kann man das Auge des Knoblauchs ausdrücken und den Rest durchpressen.  Kochen oder anbraten kann man ihn auch, allerdings verliert er dann von den wertvollen Vitalstoffen. Schwefeldioxid wird oft in Weinen eingesetzt (Weißwein ist stärker geschwefelt als roter Wein)  und sind mit E221-E228 gekennzeichnet.

E223 wird zu Rotkohlkonserven zugesetzt, aber auch Kartoffelpüreepulver, verarbeitetes Sauerkraut, Chips, Weinessig, Balsamico, Trockenfrüchte, kandierte Früchte (Orangeate), Meerrettich enthalten alle Schwefelverbindungen.

Es wurde bewiesen, dass bei Schwefelunverträglichkeit eine Molybdänmangel vorliegt.  Sobald Molybdän in Form von Nahrungsergänzungen (Sango Korallen oder ähnlichem) zugeführt wird, lassen die Symptome nach. Andere Symptome des Molybdänmangel: Störungen der Fruchtbarkeit, Störungen der fetalen Entwicklung, Müdigkeit, Haarausfall, Karies, Nierensteine.

Nach Möglichkeit kann man mit homöopathischen Mitteln (Sulfur C 30) versuchen, die Schwefelzufuhr trotz Unverträglichkeit auszugleichen. Dies kann eine Erstverschlimmerung auslösen und die Entgiftungsabläufe in den Gang setzen. Vitamin B12 hat sich auch sehr hilfreich gezeigt bei der Linderung  Sulfitunverträglichkeitssymptome .

In Form von Nahrungsergänzungen kann man auch sehr bequem die Wirkstoffkonzentrate des Knoblauchs einnehmen. Eine Quelle ist z.B. hier:

www.blackgarlic.de

Wenn Knoblauch oder Zwiebelgewächse definitiv unverträglich sind, dann ist möglich, dass sie einen durchlässigen Darm haben. Bei dem durchlässigen Darm (Leaky Gut) handelt es sich um die Durchlässigkeit der Darmwand, wobei  Nahrungsreste (Proteinteilchen) in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Hier haben aber Proteinteilchen/ Nahrungsteilchen nichts zu suchen. Im Normalfall ist der Darm gut abgeschirmt durch die Darmwand, Bakterienflora, Darmflora und Darmzotten.

Wenn die Darmflora kippt (das Verhältnis zwischen guten und schlechten Darmbakterien sich verschiebt), dann treten Entzündungen und Fäulnisbakterien verursachte krankhafte Veränderungen auf. Diese haben die verschiedensten Symptome an den unterschiedlichsten Organsystemen, sodass man sich schwer tut, die Zusammenhänge zu erstellen.

Es gibt aber Möglichkeiten, um fast alle Unverträglichkeiten zu testen. Fast alle haben einen Zusammenhang mit dem Bakterienmillieu des Darmes.

www.news.de/gesundheit/855027994/es-wird-nestle-und-danone-menschen-geben/1/

Wenn bei Ihnen auch irgendeine Unverträglichkeit festgestellt wurde, ist es ratsam, eine Darmreinigung  bzw. Darmaufbau durchzuführen. Viele Ernährungsberaterinnen oder Therapeuten können hier helfen.

Nach den persönlichen Erfahrungen, die ich mit unserer Tochter erlebt habe, berate ich auch Menschen und Familien, die an den unterschiedlichsten Unverträglichkeiten, aber auch an anderen chronischen Erkrankungen leiden. Ich musste nämlich feststellen, dass bei multiplen Unverträglichkeiten die Ernährungsberaterinnen weniger erfolgreich sind, denn hier besteht eine Mytochondriopathie.

Schlussempfehlung:

Am besten ist es, wenn Knoblauch für Sie verträglich ist, ihn vielseitig zu verwenden und in die alltägliche Ernährung einzubinden, so wirkt die Natur für unsere Gesundheit.

 

Ich bedanke mich bei Zsusanna Dierich ganz herzlich für diesen informativen Beitrag. Zsusanna ist Ungarin,  examinierte Krankenschwester , lebt seit 15 Jahren in Deutschland, und ist in Krankenhäusern und Arztpraxen tätig gewesen. Durch die genetische Erkrankung ihrer Tochter ist sie auf die alternative Medizin gestoßen, und hat sich endgültig von der Schulmedizin verabschiedet . Durch Ernährungsumstellung und Entgiftung, sowie Darmaufbau wurde ihre Tochter geheilt und sie berät Betroffene und klärt auf ihrer Webseite auf. Mehr Infos auf ihrer Webseite.

www.schlüsselzurgesundheit

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Von Herzen

Astrid

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2 Kommentare

  • Herzlichen Dank für diesen wundervollen und informativen Artikel!
    Ich habe vor 4 Wochen eine 1 wöchige Knoblauchkur gemacht. Dies kann ich nur jedem empfehlen, für die die Knoblauch vertragen. Für die es nicht vertragen gibt es auch Alternativen.

    Herzliche Grüße

    Antworten
  • Hallo Marco,
    sehr gerne geschrieben. Ich finde auch, man sollte alle wichtigen Lebensmittel und Gemüsesorten essen, ins Menü regelmäßig einbauen, weil wenn sie erst nicht mehr verträglich sind, wird es schwerer. Bei mir ist Samstag ein perfekter Knoblauchtag. 🙂
    Liebe Grüße,
    Zsuzsanna

    Antworten

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